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27.11.2021

Arth-Goldau

Eine kurze Chronologie der Ereignisse:

Am 19. Mai 2019
hat unsere 1020.042-6 die letzte öffentliche Sonderfahrt absolviert. Gemeinsam mit Partnern aus der Schweiz führte die Sonderfahrt von Bludenz über die alte Gotthardstrecke nach Bellinzona. Die Aufnahme oben zeigt unsere Lok beim Umfahren in Arth Goldau vor dem historischen Gebäude der Arth-Rigi-Bahn. Ein Besuch der Rigi hätte sich wegen Nebel und Regen wahrlich nicht gelohnt. Das Wetter im Süden erschien wesentlich günstiger, also waren wir froh, dass unsere 1020 als Vorspannlok den Extrazug über die Gotthard-Bergstrecke nochmals anführen durfte.

Im Herbst 2019 mussten die in Bludenz beheimateten Lokomotiven 1670 und 1180 des Vereins “Historische Elektrolokomotiven Bludenz” und unsere 1020.042-6 nach Wolfurt umgesiedelt werden, weil das Areal in Bludenz umgenutzt wurde. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass die Vereinsführung den Standort Wolfurt aus ganz verschiedenen Gründen lediglich als Provisorium betrachtet. Bisher hat sich aber leider noch keine Lösung abgezeichnet.

Am 17. Dezember 2019 kam dann es bei der 1020-042-6 während Umstellfahrten im Depotgelände zu einer Explosion eines Hochspannungs-Widerstandes. Experten bezeichneten diesen Vorfall als äusserst seltenes, ja sogar einzigartiges Ereignis. Entsprechend schwierig war es, einen Ersatz dafür  zu finden. Aber Ende Februar 2020 gab es grünes Licht. Die Lok hätte wieder eingesetzt werden können. Die längst angestrebte Planung für eine Sonderfahrt zur Schwesterlok 1020.018-6 in Lienz wurde umgehend in Gang gesetzt, obwohl klar war, dass es sich um eine Fahrt mit Übernachtung im Zielgebiet handeln würde, die wegen höheren Kosten für die Teilnehmer zu einem nicht ganz unerheblichen Risiko für den Verein führte.

Im März 2020 zog “Corona” übers Land und machte durch den ersten “Lockdown” alle weiteren Fahrten zu nichte. Der Vereinspräsident traf in der Folge die Entscheidung, keine Sonderfahrten mehr durchzuführen, bis im Sonderzug keine Maskenpflicht mehr angeordnet werden muss. Alle glaubten damals ernsthaft, dass die Reise nach Lienz maximal um ein Jahr verschoben werden musste. Alle weiteren Aktivitäten des Vereins wurden in der Folge herunter gefahren. Kommuniziert wurde diese Entscheidung absichtlich nicht, da sie ja nur von kurzer Dauer sein sollte.  Folgerichtig wurden auch keine Mitgliederbeiträge mehr erhoben, weil wir wussten, dass unsere Mitglieder während der Pandemie andere Sorgen hatten. Wir gingen aber davon aus, dass die Clubaktivitäten bald wieder aufgenommen werden würden  - was sich als grosser Irrtum herausstellen sollte.

Heute, am 27.November 2021 müssen wir leider feststellen, dass die Delta-Variante in vielen Ländern grassiert und vom Omikron-Virus von Südafrika ausgehend abgelöst werden könnten. Wir stecken wieder im Lockdown der 4. Welle fest und von den Virologen wird sogar eine 5. Welle prognostiziert. An eine Wiederaufnahme des Fahrbetriebes ist also auch weiterhin nicht zu denken. Die Kosten für Unterhalt und Versicherungen liefen aber trotz aller Sparmassnahmen weiter, so dass die Vereinskasse mittlerweile einen historischen Tiefststand erreicht hat. Einige Mitglieder haben ihren Mitgliederbetrag unaufgefordert geleistet und vereinzelt sind auch Spenden eingegangen, für die wir uns sehr herzlich bedanken möchten. Falls Sie uns mit einer Spende unterstützen möchten, mailen wir Ihnen die Daten für unser Spendenkonto gerne zu. Wir freuen uns auf jede Spende, die übrigens monatlich an einer kleinen Verlosung teilnimmt.

Der Verein wird aber erst wieder an seine Mitglieder herantreten, wenn die Pandemie vorüber ist. Aus Spargründen möchten wir unsere Informationen an die Mitglieder künftig per Mail statt Briefpost zukommen. Diese Umstellung wurde schon mehrmals angestossen, scheiterte aber jeweils am geringen Rücklauf der Meldungen durch die Mitglieder. Wir bitten deshalb alle Mitglieder, uns ihre e-Mail-Adresse baldmöglichst dem Verein 1020.042-6 zu übermitteln. Danke.

Von unserem Vereinsmitglied Marcel Broennle aus Genf haben wir als “Trostpflästerchen” ein besonderes Bild aus einer längst vergangenen, coronafreien Zeit erhalten. Es zeigt die Schwesterlok 1020.46, welche im Mai 1984 einen grenzüberschreitenden Güterzug im schweizerischen St.Margrethen mit Ziel Wolfurt abholt.

covid

27. November 2021:
Lokdown für die 1020.042-6 und kein Ende in Sicht. Nun verbreitet sich Omikron und verursacht Angst und Schrecken. Eine Sonderfahrt ist zur Zeit nicht absehbar.

1020.46St.Margrethen-1025

 

Wir wünschen allen Eisenbahnfreunden frohe Festtage  -


 und vor allem - bleiben Sie gesund...

 

Foto: Hansueli Kneuss

Foto: Marcel Broennle

Verein 1020.042-6